Lungen= Füll in die Dorten.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 02 Nr. 139

Originalrezept:

 

NImm übersottene Lungen / hack sie zimlich klein / mit Petersil und wenig Zwibel / gewürtz und saltz es nach Nothdurfft / röste es im Butter / biß der Zwibel anfangt wohl zu riechen; hernach reib an einem Zuckerhut die Schelffen von einer Pomerantzen / schabe den gelben Zucker unter die geröste Lungen / mit sammt denen abgeriebenen Schelffen / mit Pinioli und Rosinen= Weinbeer darunter / und den Safft von den Pomerantzen / wann es aber nicht genug recent darvon würde / wegen Fülle der Lungen / so nimm auch den Safft von einer Lemoni darzu / oder gar guten Wein; fülle dise Lungen alsdann in eine offene / oder geflochtete Dorten; und hast du keine Pinioli nicht / so nimm geschnittene Mandeln und Pisdazi darunter; und siehe / daß die Füll fett genug seye.

Transkription:

Margit Gull

Zitierempfehlung:
Margit Gull (Transkription): "Lungen= Füll in die Dorten.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 02 Nr. 139,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=lungen-fuell-in-die-dorten (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Margit Gull.