Linzer= Torten auf andere Art.

Aus: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 330

Herkunftsbezeichnung(en): Linz

Originalrezept:

Nimm zu einer Torten in einen Weidling anderthalb Vierting frischen Butter, treibe denselben schön pfläumig ab, 1. Pfund klein= gestossene Mandeln, eine Viertelstund abgetrieben, ein halb Pfund gefähten Zucker darein gerühret, treibe es in allem ab drey Viertelstund; auf die lezt rühre darunter von einem Lemoni die Schäler klein geschnitten, den Saft darein gedrukt, ein geriebene Muscat= Nuß, 8. Loth Mund= Mehl, wohl verrühret; mache es hernach in allem, wie bey vorbemeldter, schön langsam gebacken.

Anmerkung:

Auffallend ist das Fehlen von Eiern im Teig.

Der letzte Satz lässt darauf schließen, dass beim Verarbeiten dann auch eingemachte Früchte mit einem Teiggitter belegt wurden, wie im Rezept davor.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Linzer= Torten auf andere Art.", in: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 330,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=linzer-torten-auf-andere-art (10.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.