Leber=Würst von Capaunen / in Netzlein / oder Därm / zu füllen / und in der Rein / oder dem Ofen zu Braten.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-2 Kap. 1 Nr. 040

Originalrezept:

HAcke die Lebern mit guten Sardellen / Zwibeln / Gewürtz / wohlriechenden Kräutern / samt einem gebratenen Kalbs= Niern / mit seiner Feisten / gantz klein / mach daraus mit Eyern ein Eingerührtes / mit Gewürtz / hernach fülls indie Netzlein / oder saubere Därm / binds / und brats in der Rein / oder im Ofen mit Butter / und wer will / der kan auch Semmel=Bröslein zu denen Netzleins=Würsten nehmen.
NB. Dise Würstlein werden absonderlich köstlich / wann man Lünglein von Spanfärcklein gesottner darunter nimmt. Item / man macht aus dieser Füll auch Fridada / oder ein rechtes Pfäutzlein. Dito / mit etwas mehr Lebern in die Därm / wie die Bratwürst gebraten / oder ein wenig übersotten / und mit Butter auf dem Papier zu braten.

Transkription:

Helga Kraihamer

Zitierempfehlung:
Helga Kraihamer (Transkription): "Leber=Würst von Capaunen / in Netzlein / oder Därm / zu füllen / und in der Rein / oder dem Ofen zu Braten.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-2 Kap. 1 Nr. 040,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=leberwuerst-von-capaunen-in-netzlein-oder-daerm-zu-fuellen-und-in-der-rein-oder-dem-ofen-zu-braten (17.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Helga Kraihamer.