Lachs und andere dergleichen Fisch / auf welsch gut zu sieden.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-1 Kap. 02 Nr. 002

Herkunftsbezeichnung(en): Wel(i)sch

Originalrezept:

DEr Fisch / sammt seinem Sud / wird gantz auf jetzt beschriebne Weiß gemacht / allein hier kommt Knoblauch und gutes Baum= Oel gleich anfangs in den Sud / und verfahre also damit / wie oben gedacht ; in dem Anrichten aber wird der Fisch auf kein Serviette, sondern gleich auf die Schüssel angericht / und das beste Fette von dem Sud oben herab genommen / über den Fisch gegossen / mit Petersil bestreut ; auch Lemoni und Eßig extra darzu gegeben.

NB. An vielen Orten werden dise und dergleichen gute Fisch nur in purem gesaltznen Wasser ( mit gedachtem Gewürtz und Zusatz ) ohne Eßig gesotten / und erst im Anrichten Wein= Eßig darüber gegeben ; Jedoch / gleich vor dem Sud solt ein Fisch mit Wein= Eßig gantz übergossen werden / aber nicht zu frühe / sonst geht die blaue Haut herab / und werden wüst.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Lachs und andere dergleichen Fisch / auf welsch gut zu sieden.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-1 Kap. 02 Nr. 002,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=lachs-und-andere-dergleichen-fisch-auf-welsch-gut-zu-sieden (26.09.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.