Kuhnschroten oder Genister zu kochen.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 126

Originalrezept:

NEhmet die Knöpfflein von den Kuhnschroten oder Genistern / ehe sie aufgehen / waschets aus einem reinen Wasser; lassets darnach in einem andern Wasser eine weile sieden / giesset es davon ab / und eine Fleischbrüh daran / würtzets mit Saltz / Ingber / Pfeffer / last sie ferner sieden / und thut ein gut Stuck Butter dazu.

Anmerkung:

Kuhnschroten / Genistern: Blütenknospen von „genista hispanica“, einer der unzähligen gelbblühenden Ginsterarten, die in Salzwasser eingelegt als Kapernersatz dienten oder wie im obigen Rezept als Gemüse zubereitet wurden, obwohl dies aufgrund der geringen Ergiebigkeit wohl eher die Ausnahme war.

(Zahlreiche andere Schreibweisen und Bezeichnungen wie Kühschoten, Kienschroten, Pfriemenkraut…..)

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Kuhnschroten oder Genister zu kochen.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 126,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=kuhnschroten-oder-genister-zu-kochen (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.