Krumme Strauben mit Mandeln.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 043

Originalrezept:

NEhmet vier Löffelein voll Mehl / und zwey Loth gar klein und zart mit Rosenwasser abgeriebene Mandeln; zerklopffet das Weisse von dreyen Eyern / und zugleich das Mehl und die Mandeln mit darunter / wiewol es besser seyn soll / wann man die Eyer zu erst an das Mehl / und dann hernach die Mandeln darunter rühret: ist der Teig zu dick / so schlaget noch von ein oder zwey Eyern das Weisse daran / es muß aber selbiger etwas zähe werden; ist er noch zu dick / so machet ihn folgends mit Rosen= Wasser an / wie einen andern Strauben= Teig; zuletzt rühret auch / nach belieben / einen Zucker darunter / zettelt selbigen mit einem Triechter ins Schmaltz / bachet ihn geschwind heraus / und bieget dann die Strauben über ein Walcher= Holtz.

Anmerkung:

zetteln = streuen; bei Flüssigkeiten (wie hier): schütten, gießen

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Krumme Strauben mit Mandeln.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 043,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=krumme-strauben-mit-mandeln (11.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.