Klößlein oder Knötlein von Karpffen oder Hechten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 063

Originalrezept:

NEhmet einen Karpffen / oder Hecht / machet ihn auf / siedet selbigen ein klein wenig im Saltzwasser ab; hernach grätet ihn aus / daß die Gräte alle davon kommen / und hacket ihn klein; nehmet ein Eyerbrod / reibt und röstets im Butter / thut ein wenig ungeröstetes Brod dazu / schlaget vier oder fünff Eyer daran / nachdem man der Fische viel hat / würtzets wohl mit Cardamomen und Muscatblüh / und / so man will / auch mit ein wenig Saffran; rührt es unter einander / legets in eine Fleischbrüh / lassets sieden / daß sie aber nicht zerfahren / jedoch auch nicht zu vest bleiben / so lang als harte Eyer: Oder man kan auch dergleichen Fisch= Knötlein / wann sie allerdings verfertigt sind / wie erst gedacht / im Mehl umkehren / bachen / und eine süsse / oder auch eine Butter= Brüh / dazu man auch ein klein wenig Wein nehmen mag / darüber machen.

Transkription:

Margit Gull

Zitierempfehlung:
Margit Gull (Transkription): "Klößlein oder Knötlein von Karpffen oder Hechten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 063,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=kloesslein-oder-knoetlein-von-karpffen-oder-hechten (13.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Margit Gull.