Klein= geschnittenes Brod.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 059

Originalrezept:

NEhmet ein halb Pfund klar durch= geräitelten Zucker / und eben so viel deß schönsten Mehls / zerklopffet zwey oder drey Eyer / nach dem sie groß oder klein seyn; wann nun die Eyer wohl lang verklopfet worden / rühret zu erst den Zucker und dann ein gut Theil Anis / so viel man nemlich beliebt / hernach das Mehl / auch letztlich / wann man Gewürtz dazu verlanget / Zimmet / Cardamomen / Muscat= Nuß / Muscatenblüh und ein wenig Pfeffer / nach gefallen darunter: wolte mans gar gut machen / kan man würfflicht= geschnittene Citronen= Schelffen / klein= geschnittener Mandeln ohngefehr einen halben Vierding / oder Achtel= Pfund / und so dann alles wohl unter einander rühren / auch auf einem Bret schön zusammen wircken; schneidet dann etliche Stücklein daraus / walchert den Teig mit den Händen etwas lang und rund / fahret mit einem Walcherholz darüber / daß er ein wenig breitlicht werde; lasset ihn ein paar Stunden stehen / legt selbigen nachmal auf ein mit Mehl bestreuetes Blech / und bacht ihn in einem Oefelein schön liecht= hell / bey einer schönen gleichen Hitz ab: Wann er dann aus dem Ofen heraus genommen wird / muß man mit einem guten Messer geschwind kleine Plätzlein daraus schneiden / und selbige so dann weiter nicht abbräunen.

Transkription:

Margit Gull

Zitierempfehlung:
Margit Gull (Transkription): "Klein= geschnittenes Brod.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 059,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=klein-geschnittenes-brod (21.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Margit Gull.