Kalbs=Kopf in ein Böhmischen Gehäck.

Aus: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 262

Herkunftsbezeichnung(en): Böhmen

Originalrezept:

Nimm einen schönen weissen Kalbs=Kopf, dieser wird ganzer, schön weich gesotten, hernach die Beiner weg, und sauber geputzt, zertheile ihn zu 12. Theil, ein wenig gesalzen, hernach nimm ein Pfund kälbernes Fleisch von einem Schlegel, I. Vierting Spek, 7. Sardellen, alles schön klein gehakt, bereite in einen Weidling ein halb Pfund frischen Butter, schön pfläumig abgetrieben, schlage 4. Eyer darein, eines nach dem andern, rühre das Gehakte darein, gut gewürzt, klein=geschnittene Lemoni=Schäler, von 2. Lemoni den Saft, nimm auch ein wenig klein=geschnittenes Spanisches Kudelkraut, nimm den zerlösten Kalbs=Kopf auf ein blechene Schüssel, mit diesen abgetrieben, unterlegt, setze ihn in ein Torten=Pfann oder Back=Ofen, daß es schön röstet gebacken wird, gieß eine gute Sardellen=Suppen darüber, und auf die Tafel geben.

Transkription:

Julian Bernauer

Zitierempfehlung:
Julian Bernauer (Transkription): "Kalbs=Kopf in ein Böhmischen Gehäck.", in: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 262,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=kalbskopf-in-ein-boehmischen-gehaeck (28.11.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Julian Bernauer.