Kalbfleisch auf Welsch.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 02 Nr. 098

Herkunftsbezeichnung(en): Wel(i)sch

Originalrezept:

SChneide Kalbfleisch / wie Fricanto, klopffs / lege Speck= Schnitz in ein Casserol über den Boden / hernach richte deine kälberne Schnitzlein auch darauf wohl angemacht / oben bedecke es wieder mit Speck= Schnitzlein / bassiere es auf einem Kohlfeuer / wanns genug / ziehe die Kalbs= Schnitzlein aus dem Speck / mache ein braun Meel mit ein wenig von disem Speck / lege die Kalbs= Schnitzlein darein / nimm gute jus darauf / sieds völlig mit Brüßlein / Dardoffeln / Champignonen, Hüner= Kämmlein / Lemani= Schnitzlein / und Verius– Kräutlein / Salat / und ein Brod= Coulie, gibs warm.

Anmerkung:

„und Verjus-Kräutlein“ – wahrscheinlich sind damit nicht die Kräuter selbst gemeint, sondern ein Verjus, der mit Kräutern aromatisiert wurde.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Kalbfleisch auf Welsch.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 02 Nr. 098,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=kalbfleisch-auf-welsch (24.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.