Käß= Küchlein / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 024

Originalrezept:

NImm zwey Drittel klein= geriebenen Käß / und ein Drittel schönes Mehl / nemlich zu acht Loth Käß vier Loth Mehl / rühre alles wohl durch einander ; thue einen Löffel voll Milchram / aber ja nicht mehr / daran / sonst reissen sie gerne ; und mache den Teig hernach mit lauter Eyern an / daß er ungefehr in der Dicken ist / wie der Teig zu den gebrannten Küchlein. Wann aber die Käß= Küchlein rund gemachet werden sollen / so muß der Teig etwas dicker seyn / als zu den Strützeln : Wann man aber Strützeln machen will / lässet man einen zinnernen Deller mit warmen Schmaltz überlauffen / leget den Teig darauf / und schneidet die Strützeln mit einem Messer / so in warmes Schmaltz geduncket worden / herab / streichets damit glatt zu / und lässets fein langsam heraus bachen ; die Runden aber werden nur in der Hand / wann selbige zuvor ein wenig mit Schmaltz fett gemachet worden / formiret und herum gedrehet.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Käß= Küchlein / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 024,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=kaess-kuechlein-auf-andere-art (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.