[Käß am Rheinstrom].

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 08, Nr. 148

Herkunftsbezeichnung(en): Rhein

Originalrezept:

Nim(m) ein Kessel voll süsse Milch / den halben theil setz auff / vnd laß sieden / den andern halben theil laß für sich selbst. Die gesotten ist / laß kalt werden / geuß vnter die ander Milch / rürs durcheinander / thu ein tropffen oder drey Lab darein/ vnd setzs miteinander in einen kalten Keller / oder in ein kaltes Wasser / vnd laß  gestehen / nim(m) ein saubern Durchschlag / vnd thu ein sauber Tischtuch darein / schüt die Milch darein / bedecks mit dem Tischtuch / so wirt es das Wasser zu sich ziehen / thu es in ein saubern Hafen / nim(m) ein höltzern Kochlöffel / rürs im Hafen vmb / biß daß glat wirt / geuß ein wenig guten süssen Rahm / der dick ist / dazu / so wirdt es desto glätter. Nim(m) ein klein höltzern Schüsselein / (daß) auff dem Boden löchricht ist / thu ein kleines Tüchlein / so von kleiner Leinwadt ist / darein / schüt den Topffen darüber / vnnd decks mit dem Tüchlein zu / so zeucht es das Wasser wider zu sich / vnd kompt auch vnten davon hinweg. Laß also ein stundt oder zwo stehen. Vnnd wenn du schier wilt anrichten / so thu das Tüchlein oben davon hinweg / vn(n) thu ein Schüssel darüber / vn(n) stürtz darein / thu das ander Schüßlein am ersten davon hinweg / darnach das Tüchlein / so bleibt der Käß beysammen / vnd fein glat. Vnd wenn du es wilt auff ein Tisch geben / so geuß ein süssen Rahm / der fein dick ist / darüber / vnd gib es zum letzten Gang auff ein Tisch. Also macht man die Käß am Rheinstrom.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: ,

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "[Käß am Rheinstrom].", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 08, Nr. 148,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=kaess-am-rheinstrom (28.11.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.