Kälber= Brät.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 02 Nr. 097

Originalrezept:

SChneid dünne kälberne Schnitzlein / klopffe sie / nimm anders mageres Kalbfleisch / und hacks mit planschiertem Speck / feisten und gesottenen Schuncken / allerhand wohlriechenden Kräutern / das Bauchfleisch oder Brust von einem Capaunen / und Rebhünlein / Dardoffeln / Rehlingen und Champignonen alles mit feinen Gewürtz wohl angemacht / und ein nen wenig Milchram gemischt; nimm ein runden Casserol / leg untersich Speck= Schnitzlein / darauf halben Theil dünne Kälber= Schnitzlein / und endlich eine Füll darauf / wieder Kälber= Schnitzlein darüber / und oben auf wieder Speck= Schnitzlein; damit also dise Füll eingemacht ist / laß à la Braise sieden / gib Feuer / oben und unten; Man kan auch ein wenig Knoblauch in die Füll thun / gibs warm / man kan dises Brät auch in Spargel und jungen Erbsen geben / wanns die Zeit ist.

Anmerkung:

„und ein nen wenig“ (sic) = „nen“ ist überflüssig

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Kälber= Brät.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 02 Nr. 097,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=kaelber-braet (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.