Hünlein / in der Pomerantzen= Brühe / die Andere Gattung.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-2 Kap. 2 Nr. 024

Originalrezept:

DIe Hünlein werden auf gewohnliche Art gewürtzt / in Fleischbrühe mit Wein vermischt / gesotten ; dann wird die Pomerantzen= Schaalen mit einem Brocken Zucker / und einer gebähten Schnitten / in dem Mörsel wohl gestossen / und auf die Letzt / ein Stuck in frisch Wasser getaucht / und wieder ausgedruckte Semmel= Mollen darzu in Mörsel geworfen / und wann alles zu einem Mus gestossen / wirds mit der Hünlein= Brühe abgerührt / und durch das Haar= Sieb getrieben / gelb und gut gemacht ; dann mit denen Hünlein wieder aufgesotten / und angericht.

NB. Wann diese Brühe süß gemacht wird / ist der Geruch von Zimmet= Wasser / auch gut darbey.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Hünlein / in der Pomerantzen= Brühe / die Andere Gattung.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-2 Kap. 2 Nr. 024,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=huenlein-in-der-pomerantzen-bruehe-die-andere-gattung (29.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.