Hüner oder Capaunen in einer Mandel= Brüh.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 005

Originalrezept:

LAsset die Hüner in lauterer Brühe sieden / wann sie dann bald weich sind / stosset abgezogene Mandeln / hacket die Leber von dem Hun / rühret zwey Eyerdottern / wie auch ein wenig Semmel= Mehl daran; treibts samt den Mandeln mit der Hüner= Brühe durch einen Seiher oder Sieblein / und würtzt es mit Cardamomen und Muscaten= Blühe / seihet aber die lautere Brüh von dem Hun oder Capaun ab / legts in einen stollichten Hafen / und giesst die Brüh mit den Mandeln darüber; alsdann last es noch ein wenig / und zugleich / wann es beliebt / gegen die letze klein länglicht= geschnittene / oder klein gehackte Mandeln / mit aufsieden / werffet auch kurtz zuvor / ehe ihr es anrichtet / ein wenig Butter darein: alsdann leget die Hüner oder den Capaun in eine Schüssel / und richtet die Brüh darüber.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Hüner oder Capaunen in einer Mandel= Brüh.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 005,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=huener-oder-capaunen-in-einer-mandel-brueh (22.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.