Hüner oder Capaunen in einer Cappern= Brüh.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 012

Originalrezept:

WAnn das Hun gebührender massen zubereitet ist / zerschneidet dasselbe in vier Theile / saltzt es ein wenig ein / und röstets wohl im heissen Schmaltz / daß es schön gelb wird; legets hernach in einen stollichten Hafen oder Tiegel / giesset Wein und Fleischbrühe / wie auch ein klein Tröpfflein Essig daran / würtzet es mit Cardamomen und Muscatblüh / röstet kleine Essig= Cappern / samt ein wenig Semmel= Mehl / oder an statt deß Semmel= Mehls nur ein Löffelein voll Mehl / welches noch besser / schön licht= gelb im Schmaltz / mischt es darunter / und zuckerts nach belieben / doch also / daß die Brühe ein wenig zängerlicht bleibe.

Anmerkung:

In der Ausgabe des Nürnberger Kochbuchs von 1734 wird statt „zängerlicht“ bereits der Begriff „säuerlich“ verwendet.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Hüner oder Capaunen in einer Cappern= Brüh.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 012,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=huener-oder-capaunen-in-einer-cappern-brueh (25.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.