Hüner oder Capaunen im Speck.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 024

Originalrezept:

ZErschneide die Hüner oder Capaunen zu Stucken / wasche / saltze und röste sie im Schmaltz; legs in einen stollichten Hafen oder dreybeinichten Topff / gieß halb Wein halb Fleischbrüh daran / laß eine halbe Stund sieden / setze aber eine Semmel in einem andern Häfelein mit Fleischbrüh besonders zu / laß sieden / zwings durch / und gieß die Brüh zu den Hünern oder Capaunen / doch muß deß durchgezwungenen Brods nicht gar zu viel seyn / sondern daß die Brüh nur ein wenig davon dicklicht werde; streue allerley gute Gewürtz darein / schneide dann etwan ein viertel Pfund Speck würfflicht / laß ihn aus / doch also / daß die Grieben nicht gar zu dürr werden / sondern noch etwas safftig bleiben / gieß das Schmaltz davon herab / den Speck aber oder die Grieben brenne über die Hüner oder Capaunen in den Hafen / und laß also noch ein wenig sieden.

 

Transkription:

Waltraud Ernst

Zitierempfehlung:
Waltraud Ernst (Transkription): "Hüner oder Capaunen im Speck.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 024,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=huener-oder-capaunen-im-speck (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Waltraud Ernst.