Holder=Blühe=Muß.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 3 Nr. 048

Originalrezept:

Hierzu nimm schöne weisse / wol=zeitige / obgezopffte Holder=Blühe / in ein zinnerne Kantel / gieß siedige Milch daran / und laß zugemacht ein Weil also stehen / oder laß die Milch also gleich mit der Blühe einen Sud aufthun / und seihs durch ein Tuch / oder treibs durchs Haar=Sieb / so hat die Milch schon den Geschmack von der Holder=Blühe / dann mach mit dieser Milch ein Kinds=Koch / mit weissem Meel / oder ein dergleichen Eyer=Koch / mit Eyern und Semmel=Brosen abgerührt / und gesotten / beym Anrichten mit Zucker und Zimmet bestreut / oder gleich also; dem es beliebt / laßt die Blühe darbey.

Transkription:

Christine Überei

Zitierempfehlung:
Christine Überei (Transkription): "Holder=Blühe=Muß.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 3 Nr. 048,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=holderbluehemuss (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Christine Überei.