Hohle Löffel= Küchlein / die man füllen kan.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 5 Nr. 041

Originalrezept:

NIm(m) Mund= Meel in ein Pfännlein / zwey Löffel voll / linds auf einem Glütlein nicht lang / dann nimm das Meel / so ein wenig gesaltzen / mach dieses mit laulicht= oder halb warmer Milch an / wie einen dicken Nocken= Taig; hernach nimm neugelegte oder frische Eyer / legs in warmes Wasser / und mache mit diesen Eyern / eins nach dem andern darein gerührt / einen Taig so dick / als wie einen dünnen Salbey= Taig; Aber zähe ihn von Anfang schön glatt und wol ab / biß auf die Letzt / damit er nicht knollet wird; mache hernach ein Schmaltz in einem tieffen Pfannlein heiß / nimm einen groß= oder kleinen Schöpff= Löffel / mache ihn in dem Schmaltz heiß / duncke ihn in den Taig / und bachs schön Liecht= gelb / man muß den Löffel nicht zu früh aus dem Taig lassen / biß die Schaalen des Taigs erstarret ist / sonst fallen sie zusammen / kehrs um / und wann sie gebachen / so nimms abgesiehener heraus; Es muß nur eins nach dem andern ausgebachen werden / sonst kommt nichts heraus.

  1. Auf solche Weiß werden alle Tunck= Mödel aus diesem Taig gebachen / es dienet auch die abgeramte Milch zu diesem Anmachen.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , , , ,

Transkription:

Christiane Egger

Zitierempfehlung:
Christiane Egger (Transkription): "Hohle Löffel= Küchlein / die man füllen kan.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 5 Nr. 041,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=hohle-loeffel-kuechlein-die-man-fuellen-kan (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.