Hohle Hippen mit seinem darzu gehörigen Eisen zu bachen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 5 Nr. 075

Originalrezept:

MAn nimmt einen süssen Milchram / und Stärck= Meel darein / zuckere es / und mache den Taig an / daß er nicht zu dünn / noch zu dick wird / sondern sich giessen laßt / schmiere das zuvor heiß= gemachte Eisen mit Wachs / und wieder abgewischet / hernach so viel Taig darauf gegossen / daß es ein Blatt abgibt / in der Grösse / wie der Form vom Eisen ist / und über das Feuer gehalten / und auf die andere Seiten umwenden / biß sie schön rösch seynd / fahr mit dem Messer herum / hernach abgenommen / alsdann nimmt man zwey Blättlein / bestreicht das eine mit Butter und Zucker / und so es beliebt / auch Zimmet / deck das ander Blättlein darauf / legs wieder auf das warme Eisen / und thue es zudrucken / und über das Feuer halten; man kan drey oder vier Blättlein aufeinander legen / wie man will / sie därffen über kein Holtz gelegt werden / sondern nur breit gelassen werden / wie der Form ist; und also seynd sie gut: wer aber gern will / der gibts auch krumm wie ein Rohr.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Hohle Hippen mit seinem darzu gehörigen Eisen zu bachen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 5 Nr. 075,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=hohle-hippen-mit-seinem-darzu-gehoerigen-eisen-zu-bachen (11.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.