Hobel= Späne / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 095

Originalrezept:

Rühret unter klein= abgeriebene Mandeln / so viel Zucker / als beliebt / nachdem man nemlich diese sogenannte Hobel= Späne süß verlanget; mischet Anis / Pfeffer / Muscaten= Blüh / Cardamomen und Zimmet / alles klein= zerstossen / darunter / befeuchtets mit Rosenwasser / und durchrühret es alles noch ferner auf das beste: leget inzwischen etliche Oblat= Blätter / ein paar Tage in den Keller / schneidets der länge nach zu ablangen eines Fingers breiten Stücken / streichet erst besagten Teig oder Massam darauf / krümmet oder wicklet sie über ein Höltzlein / daß sie einem Hobel= Span gleichen / legets auf ein mit Butter= beschmirtes Blech / lassets wohl gäh / und licht= braun bachen / und überziehet oder bestreichet sie nachmal mit einem dinnen Eiß.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Hobel= Späne / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 095,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=hobel-spaene-auf-andere-art (08.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.