Hirsch=Zemmer in Ribisel=Soß.

Aus: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 246

Herkunftsbezeichnung(en): Ofener Rotwein

Originalrezept:

Binde den Hirsch=Zemmer in ein Tuch ein, siede ihn in Wasser und Wein, auch Essig, Zwiffel, Lorber=Blätter, Roßmarin, Lemoni=Schäler; wann er schön weich gesotten ist, richte denselben auf einen Kasterol, bestreue ihn mit schwarzem geriebenen Brod, Zucker und Zimmet, mit klein=geschnittenen Lemoni=Schälern vermischt; begiesse den Zemmer mit Butter, setze denselben in einen Back=Ofen, daß er eine schöne braune Rinden bekommet, oder zu dem Feuer, und öfters umgekehret; mache die Soß von frischen oder eingesottenen Ribiseln, nimm ganz  klein=gefähte Semmel=Bröseln, röste es schön braunlet in Butter, giesse einen guten roten Ofner=Wein darein, wie auch die eingesottenen Ribisel, lasse es einen Sud aufthun, nimm auch darzu klein=geschnittenen Citronat, richte es auf eine Schüssel an, den Hirsch=Zemmer darauf, und auf die Tafel geben. Man kan auch den Zemmer in Sardellen= oder Nägerl=Suppen, item auch in Pfeffer geben.

Transkription:

Julian Bernauer

Zitierempfehlung:
Julian Bernauer (Transkription): "Hirsch=Zemmer in Ribisel=Soß.", in: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 246,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=hirschzemmer-in-ribiselsoss (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Julian Bernauer.