Hirn= Knötlein.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 072

Originalrezept:

SIedet das Hirn zuvörderst ab / und hacket es / nehmet ein wenig geriebenes Semmelmehl oder Eyerbrod / röstets in Butter und rührt es darunter / schlaget auch ein paar Eyer daran / würtzets mit Cardamomen und Muscaten= Blüh: wann es beliebt / kan man auch Weinbeerlein oder Corinthen / ingleichen auch gehacktes und zuvor im Butter geröstetes Petersilien= Kraut / darunter mischen: Wann nun alles wohl unter einander gerühret worden / formiret kleine Klöslein oder Knötlein daraus / macht ein Schmalz in einer Pfannen heiß / leget die Knötlein darein / und bachets schön hell und schnell heraus; tragets dann also gebachen und trocken zu Tisch / oder machet eine Butter= Brüh darüber.*

*Wer will / kan auch aus diesem Knötlein= Gehäck / länglichte Würstlein auf einem Deller formiren / und aus Schmalz heraus bachen.

Transkription:

Margit Gull

Zitierempfehlung:
Margit Gull (Transkription): "Hirn= Knötlein.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 072,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=hirn-knoetlein (08.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Margit Gull.