[Hinterlauff in Ruckenteig.]

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 02, Teil 02, Nr. 23

Originalrezept:

Nimm die Hinterlauff / vnd schneidt das Fleisch herauß / quells in einem Wasser / oder auff dem Roßt / säubers auß / spicks / vnd schlag es in einen groben Teig mit Pfeffer vnd Saltz / laß es vber Nacht in Essig ligen / so wirt es desto mürber / schlag es in einen Ruckenteig / vnnd backs ein stundt drey oder vier / wenns halb gebacken ist / so geuß ein Pfeffer zum Lufftloch hinein / ein eysern Löffel voll oder drey / vnnd wenn du vermeynest / daß gebacken / so thu es herauß / vnnd laß kalt werden. Vnnd wenn du es wilt auffschneiden / mußt du sehen / daß von Pfeffer frisch ist. / Du kanst auch ein Essig darein giessen / wenn du kein Pfeffer hast / so wirt es auch fein feucht / wolgeschmack vnd gut / Vnd wenn du ein Pfeffer darein geußt / wenn er schon eyngemacht mit Gewürtz / ist es desto besser.
Oder mach ein Zemer in ein Pasteten / laß halb backen oder gar / so kanstu sie auffheben / Vnd wenn du frembde Leut bekompst / kanstu sie wider wärmen / kanst auch ein eyngemachten Pfeffer darein giessen / vnd kannsts in dem Ofen sieden lassen in der Pasteten / so wirdt es gut vnnd wolgeschmack / sonderlich wenn du viel Zemer hast von Wildpret / vnd besorgst / daß sie verderben / mustu im also fürkommen.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "[Hinterlauff in Ruckenteig.]", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 02, Teil 02, Nr. 23,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=hinterlauff-in-ruckenteig (27.11.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.