Heringe / gebraten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 175

Originalrezept:

BEreite die Heringe zu / wie kurtz zuvor gedacht / schneide ein wenig von den Kopff herab / und mache dann oben am Ruckgrat einen Schnitt eines halben Fingers lang / stecke das abgeschnittene vom Kopff dazwischen hinein / oder an statt dessen ein Rindlein rocken Brod / und lege dann die Heringe auf den Rost / schmiere aber zuvor den Rost wohl mit Butter / und die Heringe laß über einem Kohlfeuer braten; bestreiche sie auch mit Butter auf beeden Seiten / wende sie offt um / biß sie schön rösch und licht=braun werden: alsdann legs auf einen zinnernen Teller / nimm die Köpffe oder das Brod heraus / und trage sie also bloß / oder auch zum sauern Kraut / zu Tisch.*

*An statt der Butter / die Heringe damit zu bestreichen / kan man auch Oel gebrauchen / hernach / wann sie gebraten / wieder abkuhlen lassen und dann in Essig legen / Oel darüber giessen / klein=geschnittenen Citronen=Schelffen darauf streuen / und also kalt geniessen.

Transkription:

Sabine Schwaiger

Zitierempfehlung:
Sabine Schwaiger (Transkription): "Heringe / gebraten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 175,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=heringe-gebraten (24.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Sabine Schwaiger.