Heffen= oder Ofen= Knötlein.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 110

Originalrezept:

NEhmet drey Seidl= Becher mit schönen Mehl / (ein Seidlein aber ist eine halbe Maas ) dann sechs guter Löffel voll weisser Bier= Heffen / drey Achtel= Maas Milch / vier Eyer / einen guten Vierding oder viertel Pfund Schmaltz / lassets zergehen / aber nicht heiß werden ; dann nehmet die Heffen und Milch / rühret beedes unter das Mehl / saltzets wie es recht ist / und schlaget die vier Eyer daran / giesst ferner / von dem zerlassenen Schmaltz / die Helfft in den Teig / rühret alles wohl unter einander / und werfft ein klein wenig Mehl oben darauf / dann setzets zum Ofen / und last also den Teig gehen : Wann er nun gegangen ist / nehmet noch mehr Mehl / leget den Teig auf ein Bret / und walchert ihn noch ein wenig im besagten Mehl herum / formiret dann runde oder länglichte Laiblein daraus / giesst die andere übrige Helfft Schmaltz in eine Bratpfannen / last überal das Schmaltz herum lauffen / daß sich nichts anlegen könne / darnach setzet die Laiblein an einander in das Schmaltz / biß die Bratpfanne voll ist / und so dann selbige in das Bach= Oefelein / und last sie schön licht bachen.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , , , ,

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Heffen= oder Ofen= Knötlein.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 110,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=heffen-oder-ofen-knoetlein (18.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.