Hecht / auf Englisch / in weisser Gulli .

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-1 Kap. 03 Nr. 006

Originalrezept:

Der Hecht wird blau / oder gleich in ordinari Saltzwasser / sammt den Schuppen / auch ein Stuck / oder / wie ein Ring abgesotten ; wann er in dem Sud ein wenig überkühlt hat / so lege ihn in die Schüssel / zieh die Haut darvon / daß der Fisch schön weiß ist / decke ihn zu / und mach folgende Brühe darüber : Nimm klein = gestossne Mandeln / hart = gesottne Eyerdotter / mit wenig in Wein = gesottner / oder geweichter Semmel / stoß im Mörsel / lege darzu gantze Näglein / Muscatblühe / Lemoni = Schelffen / und so es beliebt / auch Zucker mit Zimmet = Wasser / und wenig Saffran / treibs mit weissen Wein durch das Tuch / oder Haar = Sieb ; wann die Brühe in rechter Dicken durchgetrieben / und wieder wohl warm ist / so gibs über den Fisch / aber laß nicht mehr sieden / sonst wirds dopficht / und verdirbt .

NB. Wer gern will / der machts also : an statt des Weins / nimmt man süssen Michram / und machts / wie oben .

Transkription:

Wolfram Kracker

Zitierempfehlung:
Wolfram Kracker (Transkription): "Hecht / auf Englisch / in weisser Gulli .", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-1 Kap. 03 Nr. 006,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=hecht-auf-englisch-in-weisser-gulli (25.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Wolfram Kracker.