Haussen / in einer Fricasse zu geben

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-1 Kap. 01 Nr. 007

Originalrezept:

NImm ein gutes Stuck / von einem frischen Haussen / mach kleine Stücklein / oder Schnitzlein daraus / laß im Saltz=Wasser ein wenig anlauffen / so bald der Faum recht oben auf ligt / so fäum ihn ab / gieß auch das Wasser herab / und kühls mit frichen Wasser ein wenig aus / und thu es auf eine Schüssel / oder Teller heraus / lege darzu einen gantzen Zwibel mit Näglein besteckt / ein zusammen gebundenes Petersil=Büschlein /auch Pfeffer / und etliche Lemoni=Blättlein; dann nimm Butter in ein Casserol / wann er zergangen / so wirff den zugerichten Fisch / mit gar wenig Meel darein / schwing ihn etlichmal herüber / gieß klare Erbsen=Brühe daran / mit wenig Wein / und laß gemach sieden; unterdessen richte Eyerdotter / mit klein=gehackten Petersil=Kräutlein und Muscatnuß / in ein Geschirr / auch ein Stücklein Butter darzu / mit Eßig / oder Lemoni=Safft; sobald der Fisch fertig / und du ihne anrichten wilst / so rühre ihn geschwind mit den Eyern ab / laß ihn auf der Glut mit stetem Rühren anziehen / und richts an in die Schüssel; und regaliers mit Lemoni und grünen Kräutlein / es seye hernach gebachen / oder frisch.

Transkription:

Sabine Schwaiger

Zitierempfehlung:
Sabine Schwaiger (Transkription): "Haussen / in einer Fricasse zu geben", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-1 Kap. 01 Nr. 007,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=haussen-in-einer-fricasse-zu-geben (13.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Sabine Schwaiger.