[Hase gefüllt.]

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 02, Teil 04, Nr. 05

Originalrezept:

Nim(m) den Schweiß vom Hasen / Lungen vnd Leber / vberrecks oder vberquells in einem Wasser / nim(m) es / vnd kül es auß / hack es klein mit gutem frischem Speck vnnd wolschmeckenden Kräutern / Thu ein wenig Zwibeln / Saffran / Pfeffer / vnd etliche Eyerdotter vnd Saltz darvnter. Wen(n) du das
Gefüllt hast gemacht / so füll den Hasen damit / brat jn also gantz / vnnd nim(m)
von dem Hasen den Schweiß / vnnd ein kalte Rindtfleischbrüh / die wolgeschmack
ist / reib ein wenig Ruckenbrott darvnter / laß es mit dem Schweiß
auffsieden / streich es durch ein Härin Tuch / vnnd thu es in ein kleines Fischkesselein  / mach es ab mit gestossenem Zimmet vnnd Pfeffer / vnnd ein wenig
Saffran / daß ein liebliche Farb gibt / laß es wider damit auffsieden / vnnd
magst es süß oder säurlich machen. Vnnd wenn du den Hasen anrichtest / so
geuß den Pfeffer darvnter / so hastu ein herrliche Speiß / wenn mans gleich
für König vnd Keyser solt aufftragen.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "[Hase gefüllt.]", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 02, Teil 04, Nr. 05,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=hase-gefuellt (04.12.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.