Harans sallez.

Aus: Le cuisinier françois (1651), S. 204, Kap. 12, Nr. 85

Originalrezept:

Les harans se sallent au sortir de la mer, & se vuident par l’ouye, & incontinent on l’enfonce dans des tonnes. Lors que vous en aurez affaire, faites les dessaller, égoutter, & essuyer; apres quoy, vous le ferez rostir, & seruirez auec de la moutar- de, ou auec des poix.

Anmerkung:

Die Heringe werden sofort nach dem Fang durch die Kiemen ausgenommen, dann werden sie unverzüglich eingesalzen und eng in Fässer geschlichtet. Vor dem Gebrauch werden sie gewässert, abgetropft und abgetrocknet. Im obigen Rezept werden sie dann gebraten und mit Senf oder auch Erbsen serviert.

Salzheringe waren lange haltbar und bildeten deshalb seit dem Mittelalter zwischen November und Ostern – also vor allem in der Fastenzeit – eine wichtige und erschwingliche Proteinquelle tief im Inneren Europas, auch wenn Geruch und Geschmack nichts für feine Nasen und Gaumen waren. Im 19. Jh. waren sie ein typisches Essen der Arbeiterklasse.

Übersetzung:

Eingesalzene Heringe.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Harans sallez.", in: Le cuisinier françois (1651), S. 204, Kap. 12, Nr. 85,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=harans-sallez (19.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.