Grengeln oder Bretzeln von Mandeln.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 024

Herkunftsbezeichnung(en): Venezianisch

Originalrezept:

NEhmet ein halb Pfund abgezogener Venedischer Mandeln / vier Loth weisses Rosenwasser / acht Loth Eyer= klar / und verklopfft es wohl ; zerreibt oder zerstosset die Mandeln auf das allerkleinste / und tröpffelt hernach das Rosenwasser / mit dem Eyerweiß wohl zerklopfft / gemach in die Mandeln / damit sie nicht öhlicht werden ; man hat aber eine Stund lang daran zu stossen : wann sie dann klein genug sind / so stosset schönen Zucker / und etwan ein Viertel= Pfund desselben / darunter ; knetet den Teig oder Zeug wohl ab / walchert ihn fein artig / und formiret Bretzeln daraus / setzets auf ein angemelbtes rundes Dorten= Blech / und so dann in die Dorten= Pfannen : Schüret unten ein klein Kohlfeuer / und wann sie sich heben / auch oben auf den Deckel eine gute Glut / damit sie im bachen schön licht werden : Oder man kans auch auf einem Blech verrichten / und die Bretzeln in einem Oefelein bachen ; alsdann ein wenig mit einem zerklopfften Eyerdötterlein überstreichen / so werden sie denen Eyer= Bretzeln nicht ungleich sehen : Wann sie  nun schön licht= braun worden / nehmet sie aus dem Ofen / und lassets auf einem Bret schön zugedeckt erkühlen.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Grengeln oder Bretzeln von Mandeln.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 024,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=grengeln-oder-bretzeln-von-mandeln (28.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.