Geil vom Hirsch.

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 02, Teil 01, Nr. 15

Originalrezept:

Zeuch sie auß / wie die vom Bock / schneidt sie voneinander / vnd quell sie in einem heissen Wasser / thu sie in ein kaltes Wasser / vnd säuber sie fein auß / denn es hat viel zehe Häutlein / Nimm sie / vnnd steck sie an einen höltzern Spieß / besträw sie mit Pfeffer vnnd Saltz / leg sie auff ein Roßt / vnnd brat sie geschwindt hinweg / vnnd begeuß sie mit geschnittenem Speck / vnnd wenn sie gebraten seindt / so richt sie an in eine Schüssel / vnnd gib sie trucken / wie du die Griff hast geben. Also kanstu die Geil auff vielerley manier kochen / es sey schwartz oder gelb / weiß mit Limonien / oder in ein Pasteten eynmachen / wie du es haben wilt. Muß man es doch nicht alles in das Maul keuwen / sonderlich einem faulen Koch oder Köchin / die gern lange schlaffen.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Geil vom Hirsch.", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 02, Teil 01, Nr. 15,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=geil-vom-hirsch (07.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.