Gefülltes Kraut / auf eine noch andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 176

Originalrezept:

NEhmet weisse Kraut = Häuptlein / brühet solche / und schneidet den Dorschen oder das harte herab / holet es ein wenig aus ; dann nehmet abgezogene Mandeln / schneidet sie länglicht / füllets mit Weinbeeren / Corinthen und Rosinen / und machet das Plätzlein oben wieder darüber : Indessen rüpffet und waschet auch kleine Vögelein / saltzt und Pfeffer sie / röstets ein wenig im Schmaltz / und stecket selbige überal obern zwischen die Blätlein in das Kraut = Haupt / daß die Köpfflein über sich kommen ; setztet dann den Kraut = Kopff in einen stollichten hafen / brennet ein Schmaltz darüber / giesst eine Fleischbrüh daran / und last es also mit einander sieden.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Gefülltes Kraut / auf eine noch andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 176,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gefuelltes-kraut-auf-eine-noch-andere-art (22.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.