Gefüllte Quitten / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 12, Nr. 07

Originalrezept:

NEhmet schöne grosse Quitten / schählet sie / schneidet oben einen Deckel herab / nehmet die Kerne davon / und holets ein wenig aus; indessen machet eine Füll an / mit gehackt= oder gestossenen Mandeln / Corinthen oder Weinbeeren / auch Zimmet und Zucker / und feuchtets mit gutem Wein an: Oder man kan auch die Füll mit gehackten Mandeln machen / aber ein wenig weiß= geriebenes Brod in Zucker schön gelblicht rösten / und mit eingemachten würfflicht= geschnittenen Citronat und Citronen= Schelffen darunter rühren / mit guten süssen Wein anfeuchten / ein Trisanet oder Zimmet / Zucker / und andere gute Gewürtz darunter mischen / und so dann dieser Füll eine welche von beeden beliebt / in die obgedachte ausgeholte Quitten füllen / und das abgeschnittene Plätzlein wieder darüber machen: setzet hernach diese Quitten in einen stollichten Hafen / und giesset so viel Wein daran / daß sie darinnen sieden können: Wann sie nun die Helfft gesotten seyn / streuet Zucker und Zimmet darein / lassets gar einsieden / und richtets dann an; setzet aber die Deckel in die Höhe / und streuet Zucker und Zimmet darauf.*

* Man kan auch die Quitten schählen / von einander schneiden / und auf diese Weise füllen / wie bey den Marilln Num. 1. und 2. gedacht worden / und dann ferner im Wei nabsieden oder dünsten.

Übersetzung:

Gefüllte Quitten

Transkription:

Marlene Ernst

Zitierempfehlung:
Marlene Ernst (Transkription): "Gefüllte Quitten / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 12, Nr. 07,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gefuellte-quitten-auf-andere-art (25.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Marlene Ernst.