Gefüllte Krebse / noch auf eine andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 016

Originalrezept:

WAnn die Krebse gesotten sind / schählet sie aus / thut das beste davon / und hackets gar klein / hacket auch abgezogene Mandeln besonders / mischt sie mit Semmel= Mehl darunter / schlagt Eyer daran / oder weichet an statt deß Semmel= Mehls ein wenig Brod in Kern oder süssen Ram / zuckerts und würtzets nach belieben ; füllet es dann auf die im vorhergehenden beschriebene weise in die Krebs= Schalen / bachets auch aus einem Schmaltz schön heraus / und tragt es also trocken auf ; oder machet eine Brüh darüber / mit Malvasier oder andern guten Wein ; wer will / kan Zucker und Trisanet darauf streuen : Oder man kan auch ein wenig Saurach= oder Wein= Legelein= Safft / jedoch gantz zuletzt / darunter giessen / daß die Brüh davon schön roth werde : Wann ihr es nun anrichten wollet / legt das gefüllte übersich / besteckets mit Pistacien= Nüßlein oder geschnittenen Mandeln / und streuet würfflicht= geschnittene Citronen= Schelffen darauf.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Gefüllte Krebse / noch auf eine andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 016,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gefuellte-krebse-noch-auf-eine-andere-art (09.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.