Gefüllte Eyer.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 11, Nr. 016

Originalrezept:

SIede so viel Eyer / als dir beliebt / hart / schneide sie dann in der mitten entzwey / nimm die Dottern heraus / hacke selbige klein / streue Saltz / Ingber und Pfeffer darein / mische kleine Rosinlein / und einen Löffel voll Milchram / auch / so es beliebt / etwas von grünen Kräutern darunter; fülle dann von dem hart= gesottenen Weissen / beede theile damit voll an / binde sie mit einem Faden wieder zusammen: Mache hierauf ein Teiglein von Mehl und Eyern an / und begiesse die Eyer damit / oder aber wende sie ein= und andermal darinnen um / und bachs im Schmaltz; dann schneide den Faden davon ab / legs in eine Schüssel / mache eine gelbe Wein= Brüh darüber / und trags zu Tisch.

Anmerkung:

Speisen und Getränke wurden oft mit Safran gegilbt / gelb gefärbt, so wie hier vermutlich die „Wein= Brüh“.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Gefüllte Eyer.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 11, Nr. 016,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gefuellte-eyer (08.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.