Gedämpffte Vögel.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 046

Originalrezept:

ZIehet den Vögeln / wann sie gerupffet sind / die Gedärme heraus / und waschet sie schön / saltzet und röstets hernach ein wenig im frischen Schmaltz; alsdann legts in ein stollichtes Häfelein / nehmet Zucker / Trisanet / und gebähtes rocken Brod / so zuvor besonders im Wein abgesotten und durchgezwungen worden / und richtet es über die Vögel in das Häfelein; ist die Brüh zu dick / so giesset noch etwas Wein nach: auch kan man / so es beliebt / ein wenig kleine gantze Weinbeerlein darein thun / wem aber dergleichen nicht gefällig / kan sich an deren statt deß Citronen= Marcks / und kleingeschnittenen Citronen= Schelffen / oder auch eines Lebkuchen bedienen: Last es ferner eine viertel Stund mit einander dämpffen / und richtets dann an.

 

Transkription:

Waltraud Ernst

Zitierempfehlung:
Waltraud Ernst (Transkription): "Gedämpffte Vögel.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 046,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gedaempffte-voegel (27.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Waltraud Ernst.