Gedämpffte Hüner oder Capaunen / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 030

Originalrezept:

NEhmet die bereitete Hüner oder Capaunen / bestecket sie mit Zimmet und Negelein / saltzets einwendig / thut auch eine gantze Muscaten= Blumen darein / legts in einen stollichten Hafen / giesset Wein daran / und last sie also eine viertel Stund lang dämpffen; reibet dann einen Lebkuchen / giesset ein wenig Wein daran / daß er weiche / und treibt ihn hernach mit dem Wein durch / darinnen das Hun gedämpffet hat / giesst es wieder an das Hun / thut Zucker und Trisanet dazu / druckt / nach belieben / Citronen= Safft darein / und last selbiges noch eine viertel Stund dämpffen; alsdann richtets an / und streuet klein= geschnittene Citronen= Schelffen darauf.

Transkription:

Waltraud Ernst

Zitierempfehlung:
Waltraud Ernst (Transkription): "Gedämpffte Hüner oder Capaunen / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 030,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gedaempffte-huener-oder-capaunen-auf-andere-art (29.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Waltraud Ernst.