Gedämpffte Hüner oder Capaunen.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 029

Originalrezept:

BRühet und richtet die Hüner oder Capaunen zu / wie sie seyn sollen / saltzt und würtzet sie einwendig / thut solche in einen stollichten Hafen / und ein wenig Semmel= Mehl darein / giesset Wein / Fleischbrüh / etwas von Essig und Wasser daran / deckets fleissig zu / und last sie eine halbe Stund sieden; indessen schneidet Limonien halb klein= und würfflicht / halb aber zu dinnen Plätzlein / und thut sie gleichfalls dazu / würtzets mit guter Gewürtz / als Pfeffer / Cardamomen und Muscatblüh / last sie noch eine gute weile mit einander sieden / und druckt / so es beliebt / ein wenig Citronen= Safft daran; auf die letzt aber werfft ein gut theil Butter hinein: Richtet das Hun in eine Schüssel an / giesst die Brüh darüber / leget Limonien= Plätzlein darauf / und bestreuet es mit dergleichen würfflicht= geschnittenen Schelffen.

Transkription:

Waltraud Ernst

Zitierempfehlung:
Waltraud Ernst (Transkription): "Gedämpffte Hüner oder Capaunen.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 029,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gedaempffte-huener-oder-capaunen (15.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Waltraud Ernst.