Gebachener Reiß.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 183

Originalrezept:

KOchet einen Reiß im Kern / wie man sonst ein Reiß= Mus zu kochen pfleget / jedoch zimlich dick ; wann er nun fast allerdings fertig / rühret einen Zucker / Rosenwasser / auch / so es beliebt / ein wenig Zimmet darunter / schüttet ihn auf einen zinnern= oder erdenen Deller / streichet ihn schön glatt / daß er ohngefehr zwey Finger hoch bleibt ; wann er nun kalt ist / schneidet Stücklein / ohngefehr zwey Finger breit / und eines Fingers lang / daraus : Machet dann einen andern Teig von zweyen Eyern und ein wenig Mehl an / tuncket den / jetzt besagter massen / zugerichteten Reiß darein / lasset ihn bachen / biß er braun wird : Oder nehmet den geschnittenen Reiß / wälchert ihn im Mehl / und bachet selbigen aus Schmaltz etwas gähe ab ; soll er trocken= gebachen aufgetragen werden / wird er mit Zucker bestreuet / anders theils aber eine süsse Brüh / mit Wein und Trisanet / darüber gemacht.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Gebachener Reiß.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 183,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gebachener-reiss (22.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.