Gebachene Knötlein.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 107

Originalrezept:

WEiche weisses Brod von einer Semmel oder Wecken in Kern oder süssen Ram / schneide aber die Rinden zuvor herab / damit die Knötlein gut und lucker werden ; wann das Brod nun etwas weich in der Milch worden / drucke es zwischen zweyen Dellern wohl aus / und thue es wieder in einen Napff oder Schüssel / rühre ein geriebenes Semmel= Mehl darunter / schlage Eyer daran / so viel dazu vonnöthen / und rühre alles nochmal wohl untereinander ; es müssen aber diese Knötlein etwas lehners seyn / als sonst die andern :Indessen machet ein Schmaltz heiß / und leget die von diesem Teig formirte Knötlein mit einem Löffel in das Schmaltz / bachets schön gäh heraus / legets in eine siedende Fleischbrüh / und last sie nur ein wenig aufsieden.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Gebachene Knötlein.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 107,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gebachene-knoetlein (25.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.