Gebachene Eyer= Milch oder Eyer= Käß / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 021

Herkunftsbezeichnung(en): Leipziger Lebkuchen

Originalrezept:

BEschwehret den Eyer= Käß oder die Eyer= Milch zuvor wohl / daß die Molcken recht davon abseiehe : zu solchem Ende bindet in einen Seiher oder Durchschlag ein Serviet / schüttet den Eyer= Käß oder die Eyer= Milch darein/ schlaget das Serviet oben darüber / setzet was Schwehres darauf / und lassets eine weile also stehen ; nehmets dann heraus / schneidet Stücklein daraus / nach belieben / bestreuets allenthalben mit Weitzen= Mehl / und bachets aus Schmaltz : Reibet dann einen Leipziger Lebkuchen oder Rimpffel= Käß / zwiret ihn mit Wein zimlich dinn an / streuet Zucker darein / gilbets ein wenig / lasset dann Zibeben und Weinbeerlein oder Corinthen zugleich mit aufsieden / richtet diese Brüh über die vorbesagter massen gebachene Küchlein an / und streuet länglicht= geschnittene abgezogene Mandeln darein : Oder tragets trocken zu Tisch.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Gebachene Eyer= Milch oder Eyer= Käß / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 021,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gebachene-eyer-milch-oder-eyer-kaess-auf-andere-art (13.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.