[Gallrat von dreyerley Fisch].

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 04, Teil 08, Nr. 12

Originalrezept:

Nim eine Schleyen / hack sie klein mit dem Grädt / setz sie zu mit einer Erbsbrüh / die fein lauter ist / vnnd laß sie gar wol sieden / nim darvnter ein Hecht / vnd laß jn auch mit sieden / wenn es alles gesotten / so seig es durch ein Härin Tuch / thu die Brüh in ein vberzinten Fischkessel / geuß darvnter ein wenig Essig / rürs vmb / biß dz auffseudt / setz es alsdenn herab vom Feuwer / vnd geuß mehr Essig darein / rürs wol durcheinadner auff vnnd nider / biß daß kalt wirt / hastu nicht derweil / so stell ein Buben darzu / wenns kalt ist / so nim die Sälmling / die du blaw hast abgesotten / daß der Kopff vnnd Schwantz gantz ist / stell es vbersich in eine Schüssel. Wenn du es gestellt hast / so geuß die Brüh darvnter / laß sie gestehen / so ist es eine schöne Gallrat / die Brüh ist weiß / der Fisch aber ist gelb vnnd blaw / so hat die Gallrat dreyerley Farb. Solche Gallrat kost nicht viel / hat aber grosse mühe. Du kanst auch mit Mandeln herumb / die vorhin fein außgesäubert seyn / vnd abgezogen / belegen / so ist es zierlich vnd gut.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "[Gallrat von dreyerley Fisch].", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 04, Teil 08, Nr. 12,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=gallrat-von-dreyerley-fisch (14.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.