Füß von einem Kalb zu kochen in einem gescharb.

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 01, Teil 04, Nr. 55

Originalrezept:

Nim(m) Epffel vnd Zwibeln durcheinander / vn(n) hacks klein / schweiß in lauter Butter / oder nim(m) Schweinenschmaltz / (daß) zerlassen ist / hastu kein Schweinenschmaltz / so nim(m) von einem Rindtfleisch das Feißt / das außgesotten ist / schweiß es in dem Feißt / denn du findest nicht vberall slches Feißt. Setz es mit einem Wasser auff / vnd laß es sieden / biß daß die Zibeln vnter den Epffeln weich werden / denn die Epffel versieden nicht wie die Zwibeln / vnnd werden wolgeschmack / Thu darnach davnter schwartze Rosein / die zu zeiten gut / bißweilen aber wol besser dechten / vnnd wenn die Brüh nicht dick wirdt von den Epffeln vnd Zwibeln / so brenn ein wenig Mehl darein / nim(m) Pfeffer vnnd Saffran / laß es alles miteinander sieden / mach es süß oder sauer / so ist es auff beyde manier gut / magstu es nicht süß lassen / so mach es ein wenig säurlich / so ist es lieblich zu essen. Den(n) alle Speiß / so vom Geäder gemacht wirt / ist gesunder / lieblicher vnd besser / mit einem Essig zu brauchen / als ohne denselben.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Füß von einem Kalb zu kochen in einem gescharb.", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 01, Teil 04, Nr. 55,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=fuess-von-einem-kalb-zu-kochen-in-einem-gescharb (10.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.