Folget von zerlegten Kapaunen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 2 Nr. 049

Originalrezept:

NImm den Kapaun / schneide die 4. Biegel herab / auch den Halß samt den Rucken zu Stucken / siede oder dämpffe dise Stuck / jedoch nicht sauer / gewürtz mit ein wenig Pfeffer / Muscatblühe / gantze Näglein / Zwiffel und Rosmarin / dann nimm auch das Fleisch von der Brust / lege darzu noch ein wenig anders Brät / auch frischen ungesaltznen Speck / Ochsenmarck oder Fette / und gehöriges Saltz / hacke es alles untereinander klein / gewütz mit Pfeffer und Muscatnuß oder Blühe / mach kleine Würstlein in die Därm oder Netz / oder auch Knödlein daraus / sied oder brate sie / und mische es sammt den andern Stucken auf ein jedwedere Suppen / sie seynd hernach von Reiß / Kräuter / oder Ruben / und allerhand / weiß / grün und gelb. Item es kan auch das Gehäck an statt daß man Würst daraus macht / wieder an die Brust= Bein angeschlagen / mit Eyer bestrichen / mit Pinioli gespicket / und zugleich mit dem Biegel gedämpfft / und im Anrichten auff die Mitte gelegt werden.

Transkription:

Lukas Fallwickl

Zitierempfehlung:
Lukas Fallwickl (Transkription): "Folget von zerlegten Kapaunen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 2 Nr. 049,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=folget-von-zerlegten-kapaunen (15.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.