Fasan’=Pasteten auf andere Art.

Aus: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 305

Originalrezept:

Die Fasanen werden zubereitet wie die vorigen, mache einen guten marben Taig, treibe denselben wie gebräuchlich ist, zu zwey Flecken aus, wann die Fasanen gebeizt und gespikt seynd, so nimm ein Kasterol mit Butter belegt, und laß die Fasanen darinnen dünsten, laß wieder auskühlen, richte es auf den Taig, nimm klein=geschnittene Lemoni=Schäler, Butter, und gewürzt, ein wenig Milchreim, und verfertigte die Pasteten, mache ein Herz, oder was beliebet, backe die Pasteten schön Semmelfarb zwey und ein halbe Stund, mache die Brüh also: nimm ausgelöste Austern, diese werden in Butter und Milchreim Artoffeln, aber ein jedes besonders, daß die Brüh die rechte Dicken bekommet, wann es zu dinn ist, so nimm klein=geriebene Semmel=Bröseln darzu, wann die Pasteten gebacken ist, so richt dieses ein halbe Stund vor dem Tisch darein, und setze es wieder in Back=Ofen, damit die Fasanen einen guten Geschmack bekommen.

Transkription:

Julian Bernauer

Zitierempfehlung:
Julian Bernauer (Transkription): "Fasan’=Pasteten auf andere Art.", in: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 305,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=fasanpasteten-auf-andere-art (28.09.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Julian Bernauer.