[Eyngemachte Nüß].

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 19, Nr. 01

Originalrezept:

Nim(m) Nüß / die nicht zeitig seyn / mit den Schalen / stich sie mit einer Gluua / laß ein viertzehn tag in Wasser weichen / vnnd wasch sie alle tag ein mal oder drey auß. Vnd wenn du sie leßt eine Nacht weichen / so wirff ein Handt voll Saltz in ( daß) Wasser. Oder nim(m) die Nüß / vnd beitz sie in lauter Saltz / laß ein Tag oder vier darinnen ligen. Nim(m) sie darnach herauß / vnd wasch auß drey oder vier Wassern auß / vnnd laß widerum weichen drey oder vier Nacht / (daß) das Saltz davon kompt / vnd wenns außgewässert ist / so setzs auff das Feuwer / vnd laß ein starcken Sudt aufthun / thu es auß auff ein saubern vberzindten Durchschlag / vnd laß kalt werden / spicks mit Neglein vnd Zimmet / thu es in lautern Zucker / der wol dick vnd gesotten ist / wirff die Nüß darein / vnd laß ein drey oder vier Nacht darinnen ligen / vnd wenn der Zucker wässerig wirt / so schüt die Nüß wider auff ein Durchschlag / vnd laß den Zucker darvon seigen. Nim(m) das weiß von einem Ey / zerklopffs wol / vnnd thu es in den Zucker / setz auff Kolen / vnnd laß gemach sieden / so wirdt der Zucker fein lauter vnd klar von dem weiß vom Ey / faums wol auß / vnd laß den Zucker dick sieden / seig es durch ein Müllen Sack / so wirt es fein lauter vnnd klar / geuß wider vber die Nüß / vnd laß aber ein Tag oder etlich stehen / vnd wenn der Zucker widerumb darauff dünn wirt / so thu jn davon / vnnd laß jn wider sieden / biß dick wirt. Ist aber der Zucker nicht dünn worden / so laß bleiben / so werden sie gut vnd wolgeschmack.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "[Eyngemachte Nüß].", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 19, Nr. 01,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eyngemachte-nuess (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.