Eyer= ring von Zucker= Zeug.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 026

Originalrezept:

MAchet einen linden Teig an / von Eyerdötterlein / schönen Mehl / Rosenwasser und ein wenig Zucker ; man kan auch etwas zerlassene Butter darunter nehmen / oder aber dergleichen Teig anmachen / wie selbiger bey den vorgedachten Bretzeln beschrieben worden : Es müssen aber diese Teige auf das beste zusammen gewircket und ausgewalchert werden / wie fast bey den Bretzeln oder Grengeln / jedoch etwas breiter / nachdem man die Eyer= ring groß oder dick verlanget : Indessen machet eine kräfftige Füll an / von gehackten Mandeln / Zucker / Gewürtz / und eingemachten Sachen / wie solche bey den gefüllten hohlen Früchten Num. 19. und 20. beschrieben zu finden ; von dieser Füll nun / leget etwas auf den ausgewalcherten Teig / jedoch in die mitte desselben am meisten und dickesten ; überschlaget den Teig / gebet aber wohl acht daß das übergeschlagene unter sich komme ; alsdann überdrehet beyde Ende / und formiret also einen Eyer= ring daraus. Man muß auch diß beobachten / daß der Teig auf beeden Seiten zu End etwas schmäler und gleichsam zugespitzt seye / weil die Eyerring zu End ebenfalls dinner sind / als in der mitten ; dann kan man solche auf ein Papier und Blech legen / und also nur etwas in dem Ofen ertrocknen / oder aber nur ein wenig und gantz gemach bachen lassen : Wer will / kans auch mit einem Ey überstreichen / und mit klar= geriebenen Zucker bestreuen.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Eyer= ring von Zucker= Zeug.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 026,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eyer-ring-von-zucker-zeug (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.