Eyer in der Fasten / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 11, Nr. 030

Originalrezept:

GIesset einen guten Kern oder süssen Ram in ein Häfelein / thut Zucker / und ein gut Stück Hausen= Blasen daran / lassets sieden ; machet dann in etliche Eyer unten und oben ein Löchlein / und blaset das Weisse und Gelbe heraus / giesst hernach die vorbesagte Milch darein / klebt ein Wachs für die Löcher / und setzets an ein kühles Ort / so wird die Milch in den Eyern gestehen : Indessen nehmet Rosenwasser und abgezogene Mandeln / zuckert und gilbets / schählet darnach die Schalen von denen Eyern fein subtil herab / schneidet selbige von einander / machet Gruben in der Mitten / so groß als sonst das Gelbe ist / und füllt die erstbesagter massen gegilbte Mandeln / wie die Dottern geformiret / darein.

Anmerkung:

Kern – die Fettschicht auf der Milch

Hausen-Blase – Klebstoff aus der Luftblase von Fischen

Transkription:

Irene Tripp

Zitierempfehlung:
Irene Tripp (Transkription): "Eyer in der Fasten / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 11, Nr. 030,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eyer-in-der-fasten-auf-andere-art (12.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Irene Tripp.