Einen kleinen Garten= Kohl zu kochen.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 167

Originalrezept:

KLaubet den Kohl auf das fleissigste von den Stielen ab / daß nichts unreines daran bleibe / waschet und brühet ihn in einem siedenden Wasser / wie den zuvor beschreibenen ; dann schütte selbigen heraus / und lasset ihn durch einen Seiher oder Durchschlag wohl verseihen ; giesst frisches Wasser darüber / ballet ihn aus / und druckt das Wasser davon / und wann er fein klein geschnitten / schwaist oder rostst ihn im Schmaltz : giesset dann in einen stollichten Hafen eine siedende Fleischbrüh daran / streuet Pfeffer und Muscatblüh darein / und last ihn wohl sieden. Wanns beliebt / kan man auch ein wenig Mehl daran brennen ; zuletzt aber lässet man jedsmal noch ein Stuck Butter mit aufsieden. *

* Der Blaue Kohl kan auch ganz auf diese Weise zugerichtet werden.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Einen kleinen Garten= Kohl zu kochen.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 167,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=einen-kleinen-garten-kohl-zu-kochen (20.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.